3 Prinzipien der Shaolin Mönche für die Fotografie

Vor ein paar Tagen habe ich eine live Kung Fu Show der Shaolin Mönche gesehen.

Die Beweglichkeit, Körperbeherrschung und Konzentration gepaart mit Schnelligkeit und Kontrolle fasziniert ungemein. Die Energien, die aus der Einheit von Geist, Körper und Seele erzeugt werden, sind ein für unser „westliches“ Denken oft nicht einfach zu erfassendes Phänomen. Begleitend wurden die Geschichte, Zusammenhänge und Hintergründe erklärt und Lehren für die „westliche Welt“ aufgezeigt, die wertvolle Anregungen für unser Privat- und Berufsleben bieten.

Bei drei Anregungen fiel mir sofort die Fotografie ein…..

 

Zeit zum Denken, Zeit zum Wahrnehmen

Gibt es das überhaupt noch heute? Zeit haben, in sich zu gehen. Die Zeit und Ruhe zu haben, tatsächlich wahrzunehmen, was um uns herum geschieht. Wer Kung Fu praktiziert schult seine Wahrnehmung und Konzentration. Wichtige Eigenschaften, die unserer schnelllebigen, gestressten Gesellschaft immer mehr abhanden kommen. Das erinnert an wichtige Aspekte in der Fotografie. Wer fotografiert, sollte einen Schritt zurücktreten, sein Umfeld bewusster beobachten, sich einlassen auf den Moment. Kung Fu, eng mit der Lehre des Buddhismus verbunden, lehrt seine Schüler Geduld, auf den richtigen Moment zu warten, und dann schnell zu reagieren. Erfahrene Fotografen werden oft gefragt ‚Wie hast du es geschafft, diesen Schuss des Fußballspielers festzuhalten’? ‚Wau! Der Wal schoss aus dem Wasser als ihr dort gerade mit dem Schiff vorbei gesegelt seid?’ Nein, mit viel Geduld haben wir seit Wochen an dieser Stelle verharrt, auf den richtigen Moment gewartet und dann schnell reagiert, bevor die Situation sich schon wieder änderte.

 

Mission, Entschlossenheit und Konsequenz

„Mission–Entschlossenheit–Konsequenz“ – ein Prinzip der Shaolin Mönche. Ein Kung Fu Master demonstrierte seine Mission, das normale Verständnis von Energien zu durchbrechen, durch seine Entschlossenheit, das auf permanentes Training beruht, mit der Konsequenz, in einer schnellen Bewegung eine Nadel durch eine dicke Glasscheibe zu stechen. Die Scheibe zeigte nur ein kleines Loch. Mission, Entschlossenheit, Konsequenz. Viele, die sich mit der Fotografie auseinander setzen sind mit einer großen Leidenschaft dabei. Sein fotografisches Können, Bildverständnis und die visuellen Fertigkeiten zu verbessern ist wie eine Mission. Wer mit Entschlossenheit dabei bleibt, sein Auge, sein Herz, seine Fertigkeiten bei der Kreation von Bildern zu trainieren, der wird an den Bildergebnissen sehen, dass diese eine Umsetzung dessen sind, was man bei den Aufnahmen gefühlt und gedacht hat.

 

Wertschätzung der Gemeinschaft

Ein wichtiger Bestandteil ihrer Ausbildung ist die Wertschätzung der Gemeinschaft. Die Shaolin Schüler lernen zu verstehen, dass sie sich in einer funktionierenden Gemeinschaft verbessern können und bestärkt nach außen auftreten. Sich austauschen, beobachten, gegenseitig helfen und korrigieren hilft dem Vorankommen jedes einzelnen und der Stärkung einer ganzen Gruppe oder einer Disziplin. In der westlichen Kultur sind wir dazu erzogen, dass der individuelle Erfolg zählt. In fernöstlichen Philosophien weiß man die Kraft und die Energie einer Gruppe zu schätzen. In der Fotografie haben wir festgestellt, dass das Lernen, Austauschen und Begutachten in der Gruppe beflügelt, verbesserte Ergebnisse und spürbare Zufriedenheit erzeugt. Die positiven Energien einer Gemeinschaft sollten nicht unterschätzt werden.

(photo creative commons)

 

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