Warum Wir in 2017 Viel Fotografieren Sollten

Die Welt scheint aus den Fugen geraten in 2016 und einige Befürchtungen, die wir mit „Ach, DAS kann ja gar nicht passieren!“ abtaten, wurden zur Realität.

In solchen Zeiten, die einen teilweise fassungslos machen, erschüttern oder nerven, möchte man sich manchmal zurückziehen oder noch härter arbeiten, um sich abzulenken oder sich zum Ausgleich in „schöne“, positive Aktivitäten vertiefen. Fotografie ist ein wunderbares Mittel dafür. „Fotografie ist für mich Seelenheil“, sagte mir ein Workshop Teilnehmer. Ein anderer sagte: „Fotografie ist Entschleunigung“. Können wir beides gebrauchen in dieser verrückten Welt.

Der berühmte Fotograf Sebastião Salgado wurde vor einigen Jahren von seinem Arzt als physisch und seelisch extrem angegriffen diagnostiziert und führte das zurück auf Salgados lebenslanges Fotografieren des sozialen Elends in der Welt. Er riet ihm, davon Abstand zu nehmen. Salgado kreierte ein neues Projekt, GENESIS, für das er 8 Jahre lang die beeindruckende Natur und Tiere, das Schöne und die Wunder der Welt fotografierte. Die entstandenen Bilder, in Ausstellungen und einem 520-Seiten Fotobuch veröffentlicht, drücken seine Achtung und Bewunderung für die Natur, sowie sein Seelenheil aus. “In GENESIS, my camera allowed nature to speak to me. And it was my privilege to listen.”, sagt Salgado von seinem Projekt.

Es gab viele Gründe für Unzufriedenheit in 2016, ob wirtschaftlich, politisch oder gesellschaftlich. Es gibt aber auch viele Möglichkeiten, seine Perspektiven neu zu justieren und Veränderungen positiv zu betrachten und anzugehen. Fotografie hält nicht nur Momente fest, die einen beeindrucken und freudige Gänsehaut bereiten. Fotografie trainiert, andere Betrachtungsweisen auszuprobieren. Sich selber zu disziplinieren, genauer hinzuschauen, in eine Situation hinein zu zoomen oder heraus zu zoomen.

Steve Jobs sagte mal: “When you ask creative people how they did something, they feel a little guilty because they didn’t really do it, they just saw something”. Die Fähigkeit, zu sehen, anders zu sehen und zu betrachten und damit auf Ideen und Lösungen zu kommen, machte einen Steve Jobs zur Apple Ikone.

Durch die Fotografie sind wir im Moment verloren, in einer anderen Welt, die uns Seelenheil bringt. Und genauso gewinnen wir neue Erkenntnisse und Verknüpfungspunkte, die uns zu neuen Lösungsansätzen bringen. Und diese können uns schon mal helfen, uns durch diese verrückte Welt zu navigieren.

Gibt es Motive, Orte oder Szenen, die Ihnen für 2017 vorschweben, die Sie gerne fotografisch entdecken und festhalten möchten?

Was wäre das?

Was inspiriert Sie?

Ich würde mich freuen, Ihre „Inspirationen“ zu hören (bzw. zu lesen), wenn Sie diese teilen mögen.

Fotocredit: © Klaus-Dieter Zühlke / Details bei der IF/Academy Dolomiten Fotowanderung

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