3 Tipps (nicht nur) für Führungskräfte: Fotografie optimiert Ihr Leadership und Ihre Management Qualität als Führungskraft

By Claudia Brose und Rüdiger Schrader

Fotografie ist ein Ausgleich zum Stress des Arbeitslebens. Und zudem ein kreatives Betätigungsfeld, auf dem Sie Ihr Leadership fördern und optimieren. Wie verbessern Führungskräfte ihre Qualitäten durch Fotografie?

Anregungen und Einblicke, wie Führungskräfte besser, effektiver, erfolgreicher agieren und kommunizieren können, formulieren durchweg das Postulat „Trainieren Sie sich darin, dass….“. Schön und gut, aber was heißt das für die Praxis? In der entsprechenden Arbeitssituation adäquat zu kommunizieren, zu reagieren und zu agieren – das müssen Führungskräfte lernen oder sich aneignen. Instrumente dafür gibt es viele. Kein anderes Betätigungsfeld bietet hierzu ein derart reichhaltiges Instrumentarium wie die Fotografie.

Fotografieren erfordert und fördert den spielerischen Umgang mit diversen Verhaltensformen, lädt zu kreativen Experimenten ein, die nicht nur die Bildergebnisse optimierend beeinflussen, sondern auch Gewohnheiten fördern, die sich positiv auf die Business-Kommunikation und das Managementverhalten auswirken.

Konzentrieren und Prioritäten setzen

Der berühmte Management-Denker und -Guru Peter F. Drucker (1909-2005) hat schon vor 50 Jahren in seinem Standardwerk The Effective Executive (1966) vor den Gefahren des Multitasking gewarnt. Effektive Führungskräfte fokussieren ihre Anstrengungen und Ressourcen auf eine Tätigkeit zu einem Zeitpunkt ohne Ablenkung. Diese Warnung hat gerade mit Blick auf die digitale Welt nichts von ihrer Relevanz eingebüßt, schließlich erscheint sein Buch nun in einer neuen 50. Jubiläums Auflage. Effektive Führungskräfte fokussieren ihre Anstrengungen und Ressourcen auf eine Tätigkeit zu einem Zeitpunkt ohne Ablenkung. Die volle Konzentration auf eine Aufgabe produziert bessere Ergebnisse.

Effective executives do first things first and they do one thing at a time.”

Den optimalen Effekt aus der Zeit der Konzentration erzielt, wer Prioritäten setzt. Geben Sie den Aufgaben und den Dingen eine Reihenfolge! Ein Fotograf konzentriert sich auf eine Aufgabe, ein Motiv, ein Bild. Erst dann beschäftigt er sich mit dem nächsten Bild, wo er sich erneut auf die neue Aufgabe, das neue Motiv, das neue Bild konzentriert. So produziert er am Ende sein Werk. Diese Konzentration, diese Fokussierung verläuft mit dem Instrumentarium der Fotografie spielerisch, nahezu unmerklich.

Ohne Scheitern kein Weiter

I’ve missed more than 9000 shots in my career. I’ve lost almost 300 games. Twenty-six times I’ve been trusted to take the game winning shot and missed. I’ve failed over and over and over again in my life. And that is why I succeed.” Ein bekanntes Zitat von Michael „Air“ Jordan, dem weltberühmten Basketballer und Legende seines Sports. Immer wieder scheiterte er, immer wieder verfehlten seine Würfe ihr Ziel, immer wieder verpasste er Siegchancen – aber er trainierte, übte und feilte unablässig an seinen Qualitäten. Dadurch wurde er „der beste Basketballer aller Zeiten“, als solchen bezeichnet ihn die National Basketball Association (NBA) der USA. Wer fotografiert, kennt das Erlebnis: längst nicht alle Fotos gefallen, entsprechen nicht der visuellen Antizipation, sind ohne Aussage. Die besten Fotografen bestätigen den Satz von Ansel Adams: “Twelve significant photographs in any one year is a good crop.” Scheitern ist ein essentieller Bestandteil für Erfolg und Weiterkommen. In den USA gehört „failure“ (scheitern) regelrecht zum „Erfolgskonzept“ des Trial and Error. Experimente werden sinnlos, wenn sie wegen Perfektionismus nicht scheitern dürfen. Auch der Multi-Unternehmer Richard Branson (Virgin Brand) rät

Every person, and especially every entrepreneur, should embrace failure with open arms. It is only through failure that we learn.”

Diese Erkenntnis von Brandon gilt unmittelbar für die Fotografie: Ein Fotograf arbeitet sich durch viele schlechte Bildaufnahmen, bevor er zufriedenstellende Ergebnisse produziert.

Fotografen sind Problemlöser

Visuelle Denker wie Designer haben sich schon lange zu expliziten Problemlösern entwickelt. Daraus entstand der heute anerkannte, in den USA verbreitete, und vor allem in der Unternehmensberatung angewendete Prozess des „Design Thinking“. Gleiches gilt für Fotografen: sie lösen die mit der Erstellung von Bildern Probleme für Kunden, Unternehmen, Medien, Institutionen und Betrachter. Elon Musk, unter anderem der innovative Erfinder von Tesla, formuliert seine Herangehensweise an Probleme und deren Lösungen so: “…breaking out of limited thinking and the assumptions that we tend to conclude from previous evidence. It’s about looking at something from a new angle. It’s about questioning until you reach the core answer.” Elon Musk will aus begrenzten Denkschienen ausbrechen, eine Situation von einer komplett anderen Seite betrachten. Die Dinge in Frage zu stellen, geht einher mit dem Akt des Fotografierens. Informationen und Ideen sammeln und die Lösung zu visualisieren, ist gerade in der Fotografie entscheidend für die Realisation von „visuals“. Und die vielen verschiedenen Fotos, die im Prozess zum Ziel entstehen, bieten immer wieder neue Nuancen, Ideen, Teillösungen, aus denen sich neue Lösungswege öffnen. Bis am Ende das gewünschte Bild steht und das Problem gelöst ist.

Die besten Fotografen sehen sich daher auch als Problemlöser. Sie lieben die Herausforderung, mit einem Problem konfrontiert zu sein und dieses durch das Medium der Fotografie zu lösen. Jeder Fotograf, auch der Amateurfotograf, kann mit einer faszinierenden Tätigkeit das kreative Lösen von Problemen trainieren.

Ein guter Fotograf konzentriert sich auf seine Prioritäten, kalkuliert das Scheitern in die Optimierung seiner Ergebnisse ein und löst Probleme kreativ durch visuelle Antizipation, durch Visuelles Denken eben.

Eine herausragende Führungskraft macht sich diese skills zunutze und kann sein Leadership und Führungsmanagement durch Fotografie spielerisch verbessern.

 


Gastautor Rüdiger Schrader ist Experte und Trainer für visuelle Kommunikation. Als Rechtsanwalt, Fotograf und ehemaliger Director of Photography verschiedener Magazine beherrscht er alle Varianten der verbalen und nonverbalen Kommunikation.

Bei der IF/Academy-free your vision gibt Rüdiger Schrader eine Masterclasses zu “Visuell Denken” – nächster Termin 20.-22. Oktober 2017 in München


Bei der IF/Academy –free your vision helfen wir enthusiastischen Fotografen und Firmen mit fotografierenden Kunden motivierende und weiterbildende Veranstaltungen zu erleben, von denen sie bereichert durch neue Ideen, Techniken und Impulse zurückkehren.

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