Oberflächlichkeit nervt. Und bringt nichts.

Mit der Fotografie gegen die Oberflächlichkeit.

Mögen Sie Oberflächlichkeit? Es nervt doch, wenn Gespräche, Beratungen und Begegnungen immer so oberflächlich gehandhabt werden. Und letztendlich hilft es auch keinem weiter, weder der Arbeit noch dem eigenen Wohlbefinden. Eigentlich wissen wir das. Warum verfallen wir dennoch immer wieder dem Teufel der Oberflächlichkeit? Und was hat die Fotografie damit zu tun?

Oberflächliches Verhalten entwickeln wir schnell aus dem Gefühl heraus, der Überforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen zu sein. Wir sind einer zunehmenden Überreizung durch Digitalisierung und Informationsüberfluss ausgesetzt, die uns ein wachsendes Gefühl des „alles wird zu viel“ gibt. Oberflächliche Begegnungen, oberflächliche Gespräche und oberflächliches Verständnis von Zusammenhängen sind Reaktionen auf den allgegenwärtigen Zeitdruck – am Ende leidet die Qualität der Freundschaft, der Geschäftsbeziehung, des Produktes und der Leistung. Es kommt zu vorschnellen Entscheidungen und Denkfehlern.

Das Gefühl von Zeitdruck führt zu einem Denkmodus, der bestenfalls als oberflächlich zu beschreiben ist.

Sich der Oberflächlichkeit widersetzen

Aber es tut sich was. Diesem oberflächlichen Verhalten widersetzen sich immer mehr Menschen. Dabei geht es nicht darum, dass Beschleunigung und Digitalisierung negiert werden. Wir möchten den Fortschritt und schätzen ein schnelles Internet. Es wächst hingegen der Drang, sich doch mal zurückzulehnen und wieder mehr in die Tiefe zu gehen. “Der Mensch möchte sich wieder viel stärker von Begegnungen, von Orten, von Musik, von der Natur inspirieren lassen – die Grundlage eines jeden schöpferischen, kreativen Prozesses und letztlich auch eines gelingenden Lebens.“

Fotografieren geht unter die Oberfläche

Ein bewusstes Gegengewicht zu schaffen zum oberflächlichen und überforderten Alltag liegt im Trend. Analysen haben festgestellt, dass Manager heute gerne mal zum Malbuch greifen und sich dem meditativen Ausmalen hingeben, um im gedankenlosen Flow zu versinken. Schauen wir uns die Liste der 20 meistverkauften Bücher in der Kategorie Business & Karriere auf Amazon an, erscheinen dort vornehmlich Bücher rund um das Thema ‚Was wirklich zählt im Leben’.

Ein schöpferischer, kreativer Prozess, der Sichtweisen erweitert ist das Fotografieren. Mit der Kamera in der Hand wollen wir genauer hinschauen, mehr sehen und dann fotografisch festhalten. Wir betrachten die Natur, den Gegenstand, den Menschen nicht mehr oberflächlich, wir gehen in die Tiefe. „Fotografie hat das Potential unserer Seele Nahrung zu geben. Welches Motiv auch immer unsere Aufmerksamkeit zu binden vermag – immer gibt uns die Fotografie die Möglichkeit zur Auseinandersetzung. Zum einen mit dem Gegenüber, aber immer auch in der Reflexion mit sich selbst.“, beschreibt Profifotografin Petra Sagnak ihr Einstellung zur Fotografie.

Das Fotografieren gibt uns einen Grund, vom Pfad der Oberflächlichkeit abzubiegen, genauer hinzuschauen und auf das Jetzt zu fokussieren. „Seit ich fotografiere, fallen mir ganz andere Dinge auf und ich schaue viel genauer hin. Beim Spaziergang laufe ich nicht mehr an dem schönen Baum vorbei, sondern ich halte an und gehe um ihn herum, um andere Blickwinkel des Baumes zu erkunden“, beschreibt der begeisterte Amateurfotograf G. Schäfer in einem Gespräch über das Fotografieren.

Bewusste Momente des Wahrnehmens sind in unserer Welt selten. Diese Momente in unser Leben zu integrieren sind jedoch wichtig. Sie eröffnen Details, Sichtweisen und Zusammenhänge, die zu ganz neuen Ideen und Lösungen führen, die nicht nur die Oberfläche ankratzen.

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