Wie dich deine Glaubenssätze beeinflussen

Text Claudia Brose | Photo © Karin Thaler | Model Juli Grace (juli-grace.com)

Positive und negative Glaubenssätze beeinflussen unser Handeln. Und genauso unser Vorankommen in der Fotografie.

An welchen positiven oder negativen Sätzen hängt sich dein Denken auf?

Es gibt viele Glaubenssätze, die in unserem Gehirn rumspuken und unser Leben bestimmen. Die negativen Glaubenssätze, die uns blockieren und bremsen, lohnen sich zu überdenken und in positive umzuwandeln und im Kopf zu verankern. Also an unserem Mindset arbeiten, wie es heute heißt. Solche Glaubenssätze gehen von “das schaffe ich nicht” über “das haben wir schon immer so gemacht” zu “das kann ich doch nicht verlangen“ oder „nur wenn man sich kaputt arbeitet, wenig schläft, sich die Gesundheit ruiniert und gestresst ist, ist man wirklich erfolgreich“.

Ob du denkst, du kannst es oder nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten.” – Henry Ford

Das, was du denkst, bestimmt dein Handeln, deine Herangehensweise. Welche negativen Glaubenssätze hast du in deiner Fotografie? Ich kriege das nie so gut hin wie der Fotograf XY, den ich so klasse finde. Oder: Also mit dem Licht/Blitz Einsatz zu arbeiten schaffe ich nicht. Vielleicht auch: Diese ganzen Einstellungen sind mir zu viel, ich bleibe lieber im Automatic Mode. Und kürzlich noch gehört: Wieso schaffe ich es nicht, eine Bewegung so gut/interessant festzuhalten wie Fotograf X? Kommt dir hier irgend etwas bekannt vor?

Wie kannst du an den Glaubenssätzen (also quasi an deinem Mindset) in deiner Fotografie (und jedem anderen Gebiet) arbeiten?

Mach’ dir deine Ziele klar.

Wofür machst du deine Bilder? Du willst einfach schöne Orte, Momente, Situationen und Familien Erlebnisse festhalten und deinen Lieben zeigen? Du willst tolle Bilder kreieren, die du aufhängen kannst oder sogar verkaufen könntest? Menschen fotografieren mit unterschiedlichen Zielen oder kennen ihr Ziel gar nicht. Letztendlich geht es darum, dir deines Ziels bewusst zu sein. Und ein großes Ziel hilft dir dabei, Entscheidungen zu treffen, die dir den Weg ebnen für die jeweils nächsten Schritte, die auf das Ziel zuführen.

Dein WARUM bestimmt alles.

Wie in vielen Bereichen im Leben ist die Fragen nach deinem WARUM der entscheidende Motivator. Erfolgreiche Unternehmen wissen ihr Warum und vermitteln dieses an ihre Mitarbeiter und an die Kunden. Sie überleben mit dieser Methode viel länger auf dem Markt als Unternehmen, die nur ihr „Was“ kennen und vermitteln.

So ist das auch in der Fotografie. Warum fotografierst du? Aus welcher Motivation heraus? Wenn die Fotografie zum Beispiel dein Seelenheil ist und du dich besser fühlst, Energie und Kreativität sammelst wenn du fotografierst, dann solltest du dir auch mehr Zeit für das Fotografieren nehmen. Dann sollte es dir wert sein, dir auch die Zeit einzubauen, dir die Kamera zu nehmen und zu fotografieren. Weil du weißt, es geht dir danach besser. Mach dir dein WARUM bewusst, und du geht mit einer anderen Motivation und geistigen Haltung an die Fotografie. Du kannst dir deinen Satz ins Gedächtnis rufen, warum du fotografierst und an dem Glaubenssatz kann kein anderer rütteln, weil es DEIN Warum ist.

Blockaden, negative Glaubenssätze aufschreiben.

Ein kurzes Brainstorming, einfach mal runterschreiben, was deine negativen Sätze, deine Blockaden, deine Hindernisse sind, ist hilfreich. Eventuell fallen dir in ein paar Tagen noch mehr Aspekte ein. Bei mir wachsen solche Listen über die Spanne von einigen Tagen, wenn die Frage, wozu ich mir Notizen machen möchte, im Unterbewusstsein weiterarbeitet. Nach ein paar Tagen hast du eine Liste. Und jetzt schreibst du neben jedem negativen Glaubenssatz die positive Variante. Formuliere den Satz anders herum. Und wenn bei nächster Gelegenheit ein negativer Satz hochkommt, kehrst du ihn sofort in die positive Variante um. Bis sich das Gehirn, deine Denkweise daran gewöhnt hat. Ist ein bisschen wie Vokabeln lernen.

Umsetzung. Dranbleiben.

So wie wir unsere Muskeln bei Sport trainieren, indem wir regelmäßig und immer dran bleiben mit unserem Training, so können wir unseren Mindset trainieren. Alte Glaubenssätze über Bord werfen und die neuen verankern. Klein anfangen, dran bleiben. Dann klappt es auch, die größeren negativen Glaubenssätze zu überwinden.

Im (Spitzen-)Sport, im Management oder bei der Veränderung ihres Lebens arbeiten Menschen an ihren Glaubenssätzen, an ihrem Mindset, um ihre Ziele und Veränderungen zu erreichen. Das bedeutet tägliche Arbeit an sich selbst. Und der Glaube an dich selbst, dass du dich verändern kannst, dass du dich von deinen negativen Glaubenssätzen lösen kannst. Glaubst du, ansonsten stünden viele der erfolgreichen Sportler, Künstler, Unternehmer heute dort, wo sie jetzt stehen? Es geht!


 

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Claudia Brose ist Co-Founder und Inhaber der IF/Academy InspirationFotografie. http://www.if-academy.net

Sie beschäftigt sich mit dem Thema: Wie können wir unsere Aufmerksamkeit und bewusste Wahrnehmung in einer Welt der Überforderung und Reizüberflutung trainieren?

Capture Your Moment. – Für mehr Wachsamkeit im Leben.

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